Seit ich denken kann, habe ich Windows genutzt. Schon auf meinem ersten Rechner hatte ich MS DOS und Windows 3.1 installiert. Zwar zunächst nur zum zocken aber natürlich habe ich dann auch bald meine ersten Programme und Websites mit Windows gebaut. HTML- und CPP-Code habe ich damals zunächst im Notepad geschrieben^^ Über sowas muss ich heute schmunzeln.

All die Jahre hat Windows als System für die Entwicklung einen sehr guten Dienst getan. Aber ich hatte immer mehr das Gefühl, dass es immer schlechter zum Entwicklen funktioniert.

Spätestens mit dem Aufkommen von NodeJS und Docker wurden die Probleme langsam immer größer. Ab das hat die Entwicklung eigentlich nur noch selten wirklich Spaß gemacht. Zahlreiche nicht unterstützte Packages in NodeJS, andauerne Probleme mit Berechtigunge und die mäßige Geschwindichkeit der Docker-VM waren nur einige der zahlreichen nervigen Dauerbaustellen.

Das letzte Docker Update vor zwei Monaten hat dem ganzen dann den Rest gegeben. Über Nacht plötzlich keine Volumes mehr in Docker-Container mounten zu können ist wirklich fatal, wenn du gerade mitten in einem Projekt bist. Da hats mir einfach mal spontan meine komplette Entwicklungsumgebung zerlegt.

So war ich gezwungen spontan das Betriebssystem zu wechseln. Ich habe dann mehr oder weniger sofort Ubuntu installiert. Da ich schon seit vielen Jahren auch (hauptsächlich remote) mit Linux arbeite war das erstmal nicht so kompliziert. Ich bin auch relativ schnell in alles rein gekommen. Ungewohnt war es nur für mich allerdings, Linux als Desktop-System zu verwenden. Das hatte ich vorher noch nicht gemacht.

Ich habe ca. eine Woche gebraucht, um alle Projekte zu migrieren, Backups einzurichten, Netzlaufwerke anzuschließen und alles sonstige wieder zum Laufen zu bringen: Passwordmanager, Audiosystem, Timetracker, Headset, verschlüsselte Ferstplatten, etc...

Und was soll ich sagen: Ich bin mehr als begeistert. Bisher hat Linux wirklich für jedes Problem eine Lösung geboten. Vor allem, dass alle meine Projekte und Entwicklungsumgebungen einfach reibungslos funktionieren ist genial. Keine Probleme mehr mit Docker. Keine Probleme mehr mit Permissions. Keine Probleme mehr mit irgendwelchen Packages, die ihre Binaries bauen wollen. Alles ist so viel schneller geworden.

Dieser Schritt war längst überfällig. In diesem Sinne: Hello Linux!

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