Was du sofort tun musst, wenn eine Person in deinem Namen im Internet bestellt ­čŹĽ

Was du sofort tun musst, wenn eine Person in deinem Namen im Internet bestellt ­čŹĽ

Du bekommst unfreiwillig Newsletter? Eine Person bestellt in deinem Namen an deine Adresse? In deinem Namen werden Abos abgeschlossen oder Accounts auf Social Media Seiten erstellt? Tja. Pech f├╝r die Person, die das gemacht hat. Denn es gibt gute Changen diese nun zu erwischen. Was du konkret machen musst erf├Ąhrst du hier.

Eines vorweg: F├╝r andere Menschen Dinge im Internet zu bestellen oder Accounts zu erstellen, um diesen damit auf die Nerven zu gehen ist generell keine gute Idee. Es ist nicht nur strafbar sondern auch sehr leichtsinnig. Denn die Person, die das macht produziert sehr viele konkrete Daten sowie Metadaten. Und diese Daten kannst du jetzt seit der DSGVO ganz einfach einsehen. Denn es handelt sich dabei ja um deine eigenen Daten. Suprise ­čÄë! Viele gro├če Unternehmen bieten daf├╝r sogar bereits eigene Formulare in ihren Datenschutzerkl├Ąrungen auf ihren Websites. Alle anderen kannst du entweder via Mail oder postalisch anschreiben. Die Verbraucherzentrale bietet zum Beispiel einen praktischen Vordruck an: https://www.verbraucherzentrale.de/sites/default/files/2019-10/Auskunft_nach_Art._15_DSGVO.pdf

Ein konkretes Beispiel

Nehmen wir mal ein Beispiel: Eine Person bestellt f├╝r dich im Internet unfreiwillig eine ­čŹĽ Pizza. Was nun? Generell w├╝rde ich empfehlen Waren im kleineren Preissegment generell anzunehmen (Au├čerdem schmeckts ja evtl. lecker und kommt ganz gelegen). Dann erh├Ąltst du die Rechnung und damit erste Hinweise schon sehr schnell. Alternativ kannst du dir aber auch ein Foto der Rechnungsdaten machen.

Kontaktiert dann umgehend den Service oder das Unternehmen, welches die Bestellung entgegengenommen hat. Beantrage dort eine Auskunft ├╝ber alle dort gespeicherten personenbezogenen Daten ├╝ber dich nach Art. 15 Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Bestehe auch auf Daten wie Telefonnummern, Mailadressen, Server-Zugriffszeiten, IP-Adressen, Refferer und User-Agent sofern vorhanden. Generell sollte das kein Problem sein, denn es sind ja deine Daten.

Das Unternehmen hat dir diese Daten unverz├╝glich, sp├Ątestens aber nach 4 Wochen auszuh├Ąndigen.

Kontaktiert Expert*innen

Jetzt ist es wichtig zu handeln solange die Daten noch "frisch" sind. Eine Expert*in sollte sich so schnell wie m├Âglich um die Daten k├╝mmern und erste Auswertungen vornehmen. Besonders dann, wenn IP-Adressen unter den Daten sind kann evtl. ein ungef├Ąhrer Standort ermittelt werden. Die Analyse der IP-Adresse vermittelt auch einen ersten Hinweis auf Provider oder die technischen Kompetenzen der Person. M├Âglicherweise gibt es auch ├ťbereinstimmungen in den Daten verschiedener Unternehmen. Vielleicht hast du aber auch Gl├╝ck und es gibt weitere konkrete Daten wie Telefonnummern.

Eventuell erkennst du die Person schon aufgrund der Uhrzeit, des verwendeten Ger├Ąts oder Browsers oder hast eine sonstige Ahnung.

­čśś

Titelbild: https://pixabay.com/de/photos/pizza-italienisch-hausgemacht-k├Ąse-3007395/