Ich verlinke hier bewusst nicht auf LinkedIn. Wer seine Privatsphäre schützt, Tracking reduziert oder sich fragwürdigen Identitätsprüfungen nicht unterwerfen will, wird in beruflichen Netzwerken oft benachteiligt. Stattdessen findest du hier offenere und datensparsamere Wege, mit mir in Kontakt zu treten:
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Mein Problem mit LinkedIn
LinkedIn verkauft sich als berufliches Netzwerk. Tatsächlich ist es eine privat kontrollierte Infrastruktur, in der Reichweite, Glaubwürdigkeit und Zugang immer stärker an die Regeln einer Plattform gebunden sind, die ich weder politisch noch datenschutzethisch für vertrauenswürdig halte.
Besonders problematisch wird das dort, wo „Vertrauen“ über externe Identitätsprüfung hergestellt wird. LinkedIn nutzt dafür Persona. Dabei können unter anderem Ausweisdaten, Selfie-Aufnahmen und NFC-Daten aus dem Reisepass verarbeitet werden. Persona beschreibt selbst, dass dabei biometrische Verfahren eingesetzt werden.
Für mich ist das die falsche Richtung: Nicht ich muss mich vor einer privaten Prüf-Infrastruktur komplett ausziehen, nur um in einem beruflichen Netzwerk als glaubwürdig zu gelten. Es sollte andersherum sein.
Ich habe ein paar mal versucht mich bei LinkedIn zu registrieren. Erfolglos. Gefordert wird eine sofortige Verifizierung des Ausweises. Meine Vermutung: Vermutlich führt die Kombination aus Linux, Tracking-Blockern und VPNs zu einer sofortigen Einstufung als verdächtig.
Das politische Problem dahinter
Persona ist ein US-Unternehmen, das ausdrücklich auch den Behördenmarkt bedient und formale Anforderungen für Einsätze bei US-Bundesbehörden erfüllt. Das zeigt sehr klar, wie anschlussfähig diese Infrastruktur an staatliche Kontrolllogiken ist.
Hinzu kommt das Investorenumfeld: Persona wird von Founders Fund finanziert; Peter Thiel ist dort Partner. Thiel ist seit Jahren eng mit rechtslibertären und republikanischen Macht-Netzwerken verbunden, unterstützte Trump, finanzierte Kandidaten wie J.D. Vance und Blake Masters und steht politisch für ein Milieu, das Deregulierung, Machtkonzentration und autoritäre Verschiebungen normalisiert.
Ich muss meine sensiblen Identitätsdaten nicht in eine technische Infrastruktur geben, die
- in den USA sitzt,
- biometrische Prüfung normalisiert,
- für Behördeneinsatz gebaut ist,
- und von einem politischen Kapitalumfeld mitgetragen wird, dem ich ausdrücklich nicht vertraue.
Mein Standpunkt
Ich halte es für unzumutbar, dass Menschen aus beruflichen Netzwerken faktisch benachteiligt werden, wenn sie
- ihre Privatsphäre schützen,
- invasive Verifikation ablehnen,
- Tracking begrenzen,
- oder ihre Identität nicht an US-Plattformen und deren Dienstleister ausliefern wollen.
Wer Datenschutz ernst nimmt, darf im Berufsleben nicht so behandelt werden, als wäre er verdächtig.
Deshalb
- Kein LinkedIn-Account.
- Keine Ausweisprüfung für soziale Teilhabe.
- Keine biometrische Anbiederung an US-Plattformen.
- Keine Normalisierung von Überwachungs-Infrastruktur als Preis beruflicher Sichtbarkeit.
Wenn du mit mir arbeiten willst: Connecte dich über die oben genannten Alternativen.